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Routenbeschreibung:
Charakter: Der Pößnecker-Klettersteig ist einer der ältesten Klettersteige in den Dolomiten (1912) und zählt heute noch zu den anspruchsvollsten. Die Schwierigkeiten beschränken sich auf die ersten 250 Hm, danach folgt eine lange reizvolle Bergwanderung über das Sellaplateau.
Beschreibung: Vom Einstieg gleich über eine fast senkrechte, trittarme Verschneidung (B/C), dann (C/D) auf einen Absatz, auf dem der Originalweg dazu kommt. Weiter durch zwei senkrechte Kamine, von denen der erste (B u. 2) und der Beginn des 2. Kamins (C) kein Sicherungseil haben. Man verlässt ihn die eine äußerst luftige Wand mit ein Leiter (B), nun noch ca. 100 Hm anhaltend steil und schwierig (B, eine Stelle C) durch seichte Kamine und Rinnen empor in einen Schuttkessel. Weiter zum 2. Sella-Ringband und hier nach links in einen Sattel und an Seilen über Bänder in eine Schlucht queren, durch diese über mäßig schwierige Felsen (B) auf den Piz Selva (2941m).
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Ergänzung zu den Schwierigkeiten: Eine Stelle C/D, ungesicherte Kaminstelle 2, sonst konstant B
Bemerkung zu den Versicherungen: Im ersten Kamin keine Seilsicherung (B u. 2), im 2. Kamin anfangs auch kein Seil. Sonst sehr gut gesichert.
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung und Helm. Für Ungeübte ein Seil für die nicht versicherten Stellen!
Anreise / Zufahrt: Auf der Brennerautobahn (A13) nach Südtirol bis zur Ausfahrt Klausen, SO-wärts abzweigen in das Grödner Tal, über Wolkenstein auf das Sella Joch.
Zustieg zur Wand: Vom Sella Joch (2244m) auf einem markierten Weg am Nordfuß der Sellatürme entlang der Wände nach NO zum Einstieg bei einem der Wand vorgelagerten Felsturm.
Höhe Einstieg: 2280 m
Abstieg: Entweder am Rand des Sella-Plateaus NO-wärts über die Gipfel Piz Gralba u. Piz Miara, oder knapp unterhalb davon auf dem Weg Nr. 649, bis in den Sattel östlich des Piz Miara (beide Wege sind markiert). Nun nach rechts (SO) durch ein sanftes Schutttal hinab (unmarkiert, aber Steigspuren und Steinmänner). Ein Felsabbruch wird an Seilen überwunden (B) und ein weiteres Schuttkar führt auf den markierten Weg im Val Lasties. Bei den nächsten zwei Abzweigungen bleibt man jeweils rechts. Nun W-wärts hinauf zur Sella-Joch-Straße und auf dieser ca. 2 km zurück zum Sellajoch.
Beste Jahreszeit:
Mai
Juni
Juli
August
September
Kartenmaterial: Tabacco 25 Blatt 05 - Gröden Seiseralm
Führerliteratur für diese Region:
NEU: Sicher Klettersteiggehen
Extreme Klettersteige in den Ostalpen
NEU: Klettersteigführer Dolomiten - Südtirol - Gardasee
Bemerkungen: Der Fels ist sehr glatt poliert. Der Einstieg kann nach klaren Sommernächten vereist sein! Durch langen Abstieg eine anstrengende Bergtour, die man nur bei absolut sicheren Wetterverhältnissen machen sollte.
Infostand: 21.08.2005
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