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Theo-Riml-Gedenkweg
Grossglockner 3798 m / Glockner-Gruppe
A+A Jentzsch
Sehr schön! 3250 m
300m /1350m
3:30 Std.
90°
35 min. Nord
3:30 Std. Fusch
820 m
5 2 0
Routenbeschreibung:
Charakter:
Der von Klaus Hoi und Gefährten erstbegangene Theo Rimlweg gehört sicher zu den imposantesten Anstiegen am Großglockner. Die Route verläuft durch den nicht ungefährlichen Hängegletscher links von der Pallavicinirinne und wird über eine Firnrinne erreicht. Das Gelände in der ca. 100 Meter "Headwall" ist senkrecht bis überhängend und sollte besser nur bei kalten Temperaturen gemacht werden (der Gletscherbruch hat sich seit der Erstbegehung 1984 stark verändert).

Beschreibung:
Sollte der Bergschrund in direkter Linie ein Problem machen, kann man einige Meter die Pallavicinirinne hinauf klettern und dann über leichtes Felsgelände nach links queren. Nun eine flachere Passage (55°) bis unter den Hängegletscher und in 2 - 3 Seillängen über diesen hinweg. Danach über flaches Firngelände zur Adlersruhe aufsteigen.

Ergänzung zu den Schwierigkeiten:
Der Theo Riml Weg gehört zu den schwersten Anstiegen an der Glockner Nordseite. Die Route ist objektiv nicht ungefährlich und setzt gutes Kletterkönnen im senkrechten Geländen voraus.

Erstbegeher / Erhalter:
Klaus Hoi, Leo Baumgartner, Georg Häfele, Walter Laserer, Max Rust am 29. August 1984

Ausrüstung:
Hochalpine Eistour - eigentlich schon Eisfallkletterei, kompl. Eisausrüstung, viele Eisschrauben und Seil sind erforderlich.

Talort:
Fusch

Talort Höhe:
820 m

Stützpunkt:
Glocknerbiwak

Hütten:
Erzherzog-Johann-Hütte
Glockner-Biwak

Zustieg zum Stützpunkt:
Von der Franz-Josefs-Höhe neben dem Schrägaufzug auf die Pasterze hinab. Auf dieser taleinwärts leicht nach links queren und links am Kleinen Burgstall vorbei zur Biwakschachtel aufsteigen, immer links vom Grat bleibend. Die Biwakschachtel steht auf einer markanten Felskanzel auf 3205 m. Am Ende entweder links herum (Schnee bzw. plattiger leichter Fels) oder aber leicht rechts vom Grat (hier Kletterstelle II) bis zur Schachtel aufsteigen.

Gehzeit zum Stützpunkt:
3 Std.

Höhe des Stützpunktes:
3205 m

Anreise / Zufahrt:
Von Norden: Über Zell am See nach Fusch und über die Glocknerhochalpenstrasse zur Franz-Josefs-Höhe (Tiefgarage). Von Süden: Nach Heiligenblut und über die Glocknerhochalpenstrasse zur Franz-Josefs-Höhe (Tiefgarage).

Zustieg zur Wand:
Von der Biwakschachtel dem Grat etwas folgen und dann links zu den Einstiegen der Nordwandrouten queren, der Einstieg ist etwas links von der Pallavicinirinne.

Höhe Einstieg:
3250 m

Abstieg:
Von der Adlersruhe (3451 m über das Hofmannskees (Spalten) zur Pasterze hinab und wieder zur Tiefgarage aufsteigen.

Beste Jahreszeit: Mai Juni Juli

Kartenmaterial:
AV-Karte Nr. 40 Glocknergruppe
Kompass: Glocknergruppe NP Hohe Tauern Nr. 39

Führerliteratur für diese Region:
Firn- und Eisklettern in den Ostalpen

Bemerkungen:
Biwakschachtel: Für 8 Personen gebaut, meist überfüllt, besser früh aufsteigen wer einen guten Platz (in der Schachtel) will.
Es empfiehlt sich auch, von der Tiefgarage aus mit dem Fernglas abzuchecken, wie viele Leute schon zur Biwakschachtel unterwegs sind - gegebenenfalls Biwakausrüstung mitnehmen!

Infos zur Straßenöffnung: www.grossglockner.at

Infostand:
21.05.2004

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