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Routenbeschreibung:
Charakter: Schöner, langer Klettersteig auf den Karkopf. Der Klettersteig verläuft im Bereich des Ostgrates bzw. in den steilen Felswänden an dessen Südseite. Schwere und recht luftige Kletterpassagen halten mit leichten aber aussichtsreichen Gratpassagen die Waage und so erreicht man – im Blick immer das Inntal, die Hohe Munde und die Zugspitze – nach ca.2,5 Std. den Ausstieg. Die Erbauer haben recht originelle Passagen geschaffen, die Palette reicht von glatten Platten, steilen Pfeilern mit Klammern, Löchern (Adlerauge) bis hin zu luftigen Querungen. Ganz im Stil moderner Sportklettersteige wurde eine abwechslungsreiche Route geschaffen, die schon vor der geplanten Eröffnung im Oktober 2008 zahlreiche Ferratisten in ihren Bann zog.
Beschreibung: Vom Einstieg auf der Westseite knapp unterhalb, später auf dem Grat (A u. A/B) zu einer Gehpassage die einem zum Beginn einer steilen Wand führt. Diese aufwärts (B) und am Ende sehr steil (C) auf die Kante, kurz hinunter (B) in leichtes Gelände (A). Erneut rechts einer Kante (B/C) aufwärts und oben plattig (C) um die Ecke. Steiles, gestuftes Gelände (B und B/C) führen zur nächsten, luftigen Plattenstelle (C). Nach dieser auf eine Rippe (B/C), danach Querung (B) zu einem Pfeiler. Der steile Einstieg (D) ist die Schlüsselstelle, danach C, beim Ausstieg wieder C/D und man hat den ersten Pfeiler fast geschafft. Kurz leichter (C) zum letzten, nur kurzen Aufschwung (C/D) vor dem Grat. Auf dem Grat westwärts (A, A/B) leicht absteigend und am Ende gehend zu einer Rinne. In dieser (A/B) südlich hinunter und über eine glatte Rampe (B/C) zum Beginn einer immer leichter werdenden Querung (B, dann A/B). An einer Kante steiler hinauf (C) zum „Auge des Adlers“ – eine Höhle wird durchschritten (B/C), danach führt eine schwere, aber kurze Querung (C) in leichtes Gelände. Querend (A u. A/B) erreicht man den Beginn der gelben Wand. Anfangs kurz aufwärts (B/C), dann gelangt man zur „Zwergenstelle“ (C/D, dort sind Seil und Klammern zu nahe beisammen) und quert von dieser immer recht luftig (C) zu einer steilen Rampe. Am Beginn und am Ende schwer (C/D), erreicht man den Grat (A) und gelangt (Gehstelle) zum nächsten Grataufschwung (B). Nach diesem quert man zu einem Spalt (B/C) und erreicht leicht (A und B) den Beginn eines Kamins. In diesem rechts aufwärts (B/C), oben dann luftig auf die andere Kaminseite queren (C) und über Steilstück (C/D) höher. Wieder sehr steil und luftig (C/D und C) erreicht man die „Riesenplatte“ A. Über diese zu einer steilen Verschneidung (C/D), an deren Ende man an den Grat quert (C) und über diesen gelangt man zum Ausstieg bei Tafel (B).
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Ergänzung zu den Schwierigkeiten: Ein kurze Stelle D, öfters C/D, meist aber um C und B.
Bemerkung zu den Versicherungen: Gut mit Dickem Stahlseil gesichert. Am Beginn der Gelben Welle gibt es eine etwas ungute Stelle, dort sind die Klammern einfach zu hoch beim Seil.
Erstbegeher / Erhalter: ÖAV bzw. Gemeinde Telfs
Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung und Helm
Talort: Telfs
Talort Höhe: 634 m
Stützpunkt: Neu Alplhütte
Höhe des Stützpunktes: 1504 m
Anreise / Zufahrt: Auf der Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Telfs West. Dort am Sportzentrum vorbei durch den Tunnel, im nachfolgenden Kreisverkehr in Richtung Fernpass. Nach ca. 300 Metern zweigt die Strasse rechts (man fährt quasi geradeaus) Richtung Hinterberg ab. Nach einem Waldstück rechts vorbei am Gasthof Lehen, weiter Richtung Strassberg bis zum Schranken (Parkplatz).
Zustieg zur Wand: Vom Parkplatz folgt man dem Weg bis zum Strassberghaus, dort zweigt man rechts in Richtung Hohe Munde ab. Man folgt dem Weg, anfangs durch Wald, später durch Latschenfelder bis zur letzten Serpentine vor der Niederen Munde (Sattel). Dort zweigt man links, den roten Markierungen folgend (rote Adler) ab und gelangt in eine Rinne (Seilsicherung). Durch diese aufwärts, den Steigspuren folgend - tlw. steiles Wiesengelände - bis unter einen Latschengrat, links hinauf zum Einstieg bei Tafel.
Höhe Einstieg: 2055 m
Abstieg: Vom Steigende folgt man dem anfangs schmalen Grat bis dieser breiter wird - dort kommt von links der Normalanstieg dazu. Zum Gipfel folgt man dem Grat, umrundet eine Felsblock mit Tafeln links und steigt steil (Drahtseile) zum höchsten Punkt mit dem Kreuz. Wieder retour und auf dem Normalweg hinunter zum Wetterkreuz (kurze heikle Plattenpassage vor der großen Schutthalde über dem Wetterkreuz). Von diesem weiter zur Neuen Alplhütte (1504 m) und von dieser hinunter zum Strassberghaus bzw. Parkplatz.
Beste Jahreszeit:
Juni
Juli
August
September
Oktober
Kartenmaterial: AV-Karte 25 Blatt 4/2 Wetterstein, Mitte ÖK 50 Blatt 116 (Telfs)
Führerliteratur für diese Region:
NEU: Sicher Klettersteiggehen
Extreme Klettersteige in den Ostalpen
NEU: Klettersteigführer Dolomiten - Südtirol - Gardasee
NEU: Klettersteigführer Österreich
Bemerkungen: Für Kinder wegen der anhaltenden Schwierigkeit und Länge nicht geeignet.
Beim Abstieg wird man kulinarisch bei der Alplhütte verwöhnt, sie ist ein beliebtes Ausflugsziel der Telfser.
Infostand: 12.10.2008
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