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Routenbeschreibung:
Charakter: Ein Klettersteig der Superlative ergibt sich durch die seit Sommer 2010 mögliche Kombination von drei Klettersteigtouren an der Dachstein Südseite. Fast genau 1200 Hm sind es vom Beginn der Stahlseil-Sicherung bis zum Ende des Seils auf dem Dachsteingipfel. Aber nicht nur die Höhenmeter können sich sehen lassen - auch die zu bewältigenden Schwierigkeiten sind mit dem Grad E ganz oben in der Skala angesiedelt. Dazu kommen noch ein paar weitere Erschwernisse, wie oft hart gefrorene Schneefelder und ein Abstieg über den Gletscher, die gute alpinistische Erfahrung erfordern - also nur etwas für Könner! Entschädigt für den hohen Einsatz an Kraft und Ausdauer wird man mit atemberaubenden, ausgesetzten und steilen Vertikalpassagen auf dem Klettersteig. Steht man schlussendlich auf dem fast 3000 Meter hohen Gipfel hat man tolle Ausblicke bis weit zu den Eisriesen der Hohentauern.
Die Super-Ferrata Dachstein kann also getrost als eine der längsten und schwersten Klettersteigtouren der Alpen bezeichnet werden. Die Tourenkombination übertrifft alle bis dato als Powertouren bekannte Klettersteige bei weitem.
Video Super Ferrata Dachstein: mehr...
Beschreibung: Siehe auch Topo
Teil 1: Es beginnt mit dem Anna-Klettersteig (D Stelle, meist aber C/D und C), der 2010 quasi als unterer Teil des Johann-Klettersteiges errichtet wurde. Der Klettersteig führt auf den Mitterstein (300 Hm).
Teil 2: Am Ausstieg des Anna-Klettersteiges (Abbruchmöglichkeit) trifft man auf den Zustieg des Johann-Klettersteiges, dem man links 100 Hm zum Einstieg folgt. Der Johann-Klettersteig führt nach dem extrem schweren Einstiegsüberhang fast 600 Hm hinauf zur Seethalerhütte, dort könnte man die Tour in Richtung Hunerkogel Bergstation abbrechen.
Teil 3: Von der Seethalerhütte geht es weiter über den Gletscher zum Einstieg des Schulteranstieges. Über diesen Klettersteig (Stellen B) erreicht man dann nach ca. 300 Hm den Dachsteingipfel (2995 m) und gleichzeitig den höchsten Punkt der Steiermark.
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Ergänzung zu den Schwierigkeiten: Extrem schwierige (E) und lange (1200 Hm) Klettersteigkombination bis zum Dachsteingipfel - nur für sehr gute Geher!
Bemerkung zu den Versicherungen: Über 1400 Meter Drahtseil auf 1200 Hm und rd. 500 Trittstifte.
Erstbegeher / Erhalter: TVB-Ramsau und Dachstein-Seilbahn
Ausrüstung: Kompl. Klettersteigausrüstung, Helm (siehe oben!). Beim Zustieg im Frühjahr sollten die Altschneefelder nicht unterschätzt werden (Leichtsteigeisen u. Pickel).
Talort: Ramsau
Talort Höhe: 1135 m
Anreise / Zufahrt: Auf der A10 bis Altenmarkt, weiter nach Schladming und hinauf in die Ramsau. Westlich des Ortes führt eine Mautstraße zur Talstation der Dachstein-Gletscherbahn (großer Parkplatz).
Zustieg zur Wand: Von der Talstation auf gut markiertem Weg in 20 Min. zur Dachsteinsüdwandhütte (1871 m). Von der Hütte auf dem Pernerweg in Richtung Tor, bis man bei einer Tafel (Anna-Klettersteig) zum markanten Mitterstein rechts abzweigt. Entlang der Steigspuren (rot markiert) zum Einstieg unter der Wand, Kurz vor dem Einstieg gibt es eine Anseilnische, in der man besser den Helm aufsetzt.
Höhe Einstieg: 1800 m
Abstieg: Vom Dachsteingipfel über den Normalweg (B) (Vorsicht tlw. große Spalten, daher ohne Seil besser wieder über Schulteranstieg absteigen) zurück auf den Hallstätter Gletscher und vorbei an der Seethalerhütte (Dachsteinwarte) auf einer mit Stangen markierten Ratrakspur zur Bergstation Hunerkogel.
1. Notabstieg nach Anna Klettersteig: In der Scharte rechts den roten Punkten (versichert A/B) hinunter zur Südwandhütte folgen, ca. 40 min.
2. (Not)abstieg nach Der Johann: Von der Seethalerhütte auf Ratrakspur (Stangen) in 30 Min. zur Bergstation Hunerkogel.
Beste Jahreszeit:
Juni
Juli
August
September
Oktober
Kartenmaterial: Kompass Ramsau Dachstein Nr. 031, 1:25.000 BEV ÖK 127 , 1:25.000 od. 1:50.000 Alpenvereinskarte Dachstein Nr. 15, 1:25.000
Führerliteratur für diese Region:
Extreme Klettersteige in den Ostalpen
Sicher Klettersteiggehen
NEU 6/2011: Klettersteigführer Österreich mit DVD-ROM - 4te Auflage
NEU 2. Auflage: Klettersteigführer Dolomiten - Südtirol - Gardasee
Bemerkungen: Auf dem Weg zum Johann-Klettersteig Einstieg sind oft steile Altschneefelder (wenn diese gefroren sind, braucht man Steigeisen und Pickel). Ganz oben, kurz vor dem Gipfel, oft Menschenmassen auf dem Steig, daher sind dort meist Wartezeiten einzukalkulieren!
Im Gesamten eine sehr anspruchsvolle und vor allem lange Klettersteigtour. Alpine Erfahrung ist auch für den Abstieg über den Hallstätter Gletscher (Spalten) nötig.
Achtung: Auf Zeit der letzten Talfahrt der Seilbahn achten.
Auf stabiles Wetter ist zu achten, auf dem Hallstätter Gletscher (Abstieg) kann die Orientierung bei Nebel und Schlechtwetter zum Problem werden.
Infostand: 10.05.2004
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