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Weißkugel Nordwand
Weißkugel 3738 m / Ötztaler Alpen
Axel Jentzsch-Rabl
Sehr schön! 3400 m
340m /1800m
2:30 Std.
55°
2 Std. Nordwest
4:30 Std. Melag - Italien
1912 m
11 2 1
Routenbeschreibung:
Charakter:
Die doch relativ unbekannte NW-Wand des Weißkugels stellt ein ansprechendes Eisziel auf den dritt höchsten Berg Österreichs dar. Bei guten Verhältnisse im Frühsommer kann man die Wand ohne Felsberührung durchsteigen, wobei der untere Teil - also das große Eisfeld - meist schon blank ist.

Beschreibung:
Rechts vom markanten Felsriegel in Gipfelfalllinie befindet sich ein großes Eisfeld das man nach Überwindung der Randspalte leicht rechtsquerend aufsteigt. An einer markante Felsecke gibt es zwei Möglichkeiten des Weiterweges. Durch eine kleine Rinne bis zum Nordgrat aufsteigen und diesen weiter zum Gipfel, oder leicht rechts weiter bis man kurz vor dem Gipfel auf den Westgrat trifft. Beide Linien sind ungefähr gleich schwierig, wobei die rechte Variante objektiv etwas sicherer sein dürfte.

Ergänzung zu den Schwierigkeiten:
Eis und Finwand mit bis zu 55°, bei starker ausaperung können auch leichte Kletterstellen vorhanden sein.

Erstbegeher / Erhalter:
Variante durch den Felsriegel, G. Perego und R. Bassi, 1941

Ausrüstung:
Hochalpine Eistour, kompl. Eisausrüstung und Seil sind erforderlich.

Talort:
Melag - Italien

Talort Höhe:
1912 m

Stützpunkt:
Weißkugelhütte CAI

Zustieg zum Stützpunkt:
Von Melag auf der linken Talseite auf markiertem Weg zur Hütte. Die Weißkugelhütte ist geöffnet Anfang Juli bis Ende September, im Frühjahr für Sktitouren (und NW-Wandgeher) auf Anfrage


Höhe des Stützpunktes:
2542 m

Anreise / Zufahrt:
Über den Reschenpass und weiter zum Reschensee - kurz nach dem "Kirchturm im See" in Graun nach links ins Langtauferertal abzweigen. Nun weiter bis nach Melag am Talende (Parkplatz).

Zustieg zur Wand:
Von der Weißkugelhütte den Langtauferferner auf dem Normalweg bis auf die Höhe des markanten Gratturmes des Nord folgen. Nun Gletscherquerung und über die Scharte zwischen Nordgratturm und Weißkugel in das Gletscherbecken unter die Nordwestwand (Vorsicht Spalten, vor allem im Gletscherbecken unter der NW-Wand).

Höhe Einstieg:
3400 m

Abstieg:
Am besten den Normalweg bis zum Hintereisjoch absteigen und dann zurück zum Weißkugeljoch und weiter über den Langtauferferner hinab zur Hütte. Bei der Talabfahrt durch das "Loch" (enger Durchschlupf im Bereich der Weißkugelhütte sollte auf die Lawinensituation geachtet werden - Nassschneelawinen von der mächtigen Gletschermoräne!)

Beste Jahreszeit: März April Mai Juni Juli

Kartenmaterial:
AV-Karte Nr. 30/2 Ötztaler Alpen/Weißkugel, 1:25.000

Führerliteratur für diese Region:
Firn- und Eisklettern in den Ostalpen

Bemerkungen:
Der schon erwähnte spaltenreiche Gletscher unter der NW-Wand ist zu beachten. Die urige Weißkugelhütte ist ein netter Ausgangspunkt und als Stützpunkt sehr zu empfehlen.

Früh im Jahr (um Ostern) machen, im Sommer/Spätsommer wegen Ausaperung so nicht zu empfehlen; dann besser den Nordgrat, dieser gehört zu den schönsten Gratanstiegen in den Ötztalern!.

Infostand:
04.06.2004

Legende
Schwierigkeit
Ausrichtung
Absicherung
Schönheit
Zustieg
Abstieg
Routenlänge
Kindereignung
Seillänge
Klemmkeile
Friends
Expresschlingen
Höhe Einstieg
Talort
 Snowboardeignung
 Aufstieg
 Beste Jahreszeit
Photos
Übersichtsphoto
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 Karte bei Skitouren

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