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Ilmspitze Klettersteig
Innere Ilmspitze 2690 m / Stubaier Alpen
Dieter Wissekal & Axel Jentzsch-Rabl
Sehr schön! Gut
300m /1650m
1:45 Std./6:45 Std.
C-D und1-
3:45 Std. Südwest
3:45 Std. Nein! 26 1 1
Routenbeschreibung:
Charakter:
Die Ilmspitze ist das schroffe Wahrzeichen schlechthin – fast unbezwingbar ragt sie formschön am Talschluss des Pinnistales empor. An ihrer Südwestkante zieht sich der 1986 errichtete Klettersteig durch ein Labyrinth aus steilen Platten, Türmen und Scharten direkt zum Gipfel hinauf. Aber auch der Spreizschritt über eine tiefe Rinne, der Klemmblock-Kamin und der Ausstiegsgrat lassen keine Wünsche offen. Vom Gipfel hat man - wie könnte es anders sein - ein wunderbares Panorama in dolomitenartiger Umgebung.

Beschreibung:
1. Teil: Zuerst über steiles Plattengelände (mit Klammern gut versichert) aufwärts (C/D), nun wird das Gelände etwas gestufter (B/C bis C) und man kommt zu einer leichten Linksquerung (A). An deren Ende führt ein steiler Aufschwung (C) wieder in gestufte Abschnitte (B). Teils rechts- oder linksquerend, oder direkt am Grat gewinnt man an Höhe (A bis B). Nach einem rinnenartigen Kamin (B) folgt ein schweres Steilstück (C), das dann in eine Scharte führt. Hier markant absteigen (A/B) und dann über eine tiefe Spalte (Spreizschritt, B) zu einer steilen Wandstelle (C), die in leichteres, etwas brüchiges Gelände (A/B) mündet. Man erreicht die Abzweigung zum „Abstieg“ – rot markiert, der Abstieg verläuft nach rechts.

2. Teil: Man überwindet eine steile Wandstelle (B/C) um dann in leichterem Gelände nach links absteigend (B) in eine schluchtartige Rinne (A) zu gelangen. Das Ende der Rinne ist steil (B/C) und wird von einem großen Klemmblock bedeckt. Nach dem Steilstück erreicht man über kurze Aufschwünge (B) das kleine Gipfelplateau.


Ergänzung zu den Schwierigkeiten:
Stellenweise sehr ausgesetzt. Das letzte Steigdrittel muss wieder abgestiegen werden (max. B/C). Auch der weitere Abstieg ist anspruchsvoll und ausgesetzt.

Bemerkung zu den Versicherungen:
Bis auf einige Passagen fast durchgehend versichert – meist mit Stahlseil und Eisenklammern bzw. Eisenstiften.

Erstbegeher / Erhalter:
Oesterreichischer Alpenverein, Sektion Touristenklub Innsbruck

Ausrüstung:
Komplette Klettersteigausrüstung, unbedingt Helm, evtl. Klettersteighandschuhe

Talort:
Gschnitz, Ortsteil Obertal

Talort Höhe:
1281 m

Hütten:
Innsbrucker Hütte

Anreise / Zufahrt:
Zustieg vom Gschnitztal: Auf der B 182 oder auf der mautpflichtigen A 13 bis Matrei. Weiter ins Gschnitztal und bis zum kostenpflichtigen Parkplatz beim Ghf. Feuerstein.

Zustieg vom Pinnistal: Auf der B 182 oder auf der mautpflichtigen A 13 ins Stubaital. Über die B 183 nach Neder.

Mit Öffis: Mit der Bahn bis Steinach. Von dort mit dem Bus (Linie 4146) nach Gschnitz Gh Feuerstein.

Zustieg zur Wand:
Vom Gschnitztal: Vom Gasthof Feuerstein in Gschnitz-Obertal ein paar Schritte taleinwärts zur Materialseilbahn (Rucksacktransport möglich). Hier zweigt der neue, bequeme Weg zur Hütte ab. Er wurde erst 1997/1998 neu errichtet und führt in angenehmer Steigung zur Innsbrucker Hütte.

Vom Pinnistal: Von Neder auf der Forststraße zur Pinnisalm (evtl. mit Jeeptaxi) und weiter zur Karalm aufsteigen (bis hierher auch mit MTB möglich). Nun den Steig bis zur Innsbruckerhütte weiter aufsteigen (etwa 45 Min. länger als angegeben).

Von der Innsbruckerhütte: über den Falkenstein zum Fuß der Ilmspitze – auf und absteigender Weg, kurze steile Passagen z.T. versichert (1- und A). Der Einstieg des Klettersteiges befindet sich bei einer markanten Materialhütte und ist markiert.

Höhe Einstieg:
2450 m

Abstieg:
Über das obere Steigdrittel wieder absteigen und dann nach rechts kurz den Versicherungen (A) folgen. Ab deren Ende auf Steigspuren der Wand entlang. Eine kleine Schlucht ist dann wieder versichert (A). Nun weiter um eine Geländekante herum und über gestuftes, brüchiges Gelände (A/B) in die große Schutthalde absteigen. Kurz in der Schutthalde linkshaltend abwärts bis zu einem Pfeiler, der den Schutt „aufstaut“ (Markierung). Hier beginnt eine Klammerreihe (B), über die man steil den Pfeiler hinuntersteigt. An deren Schluss sind statt Klammern sogar nur Stifte (B). Nun weiter (Markierung und Versicherungen) kurz aufsteigen, um eine Kante und in das parallele Schuttfeld mit Hilfe zahlreicher Versicherungen (A/B) absteigen. Den Markierungen zuerst absteigend, später aufsteigend zurück zum Einstieg folgen.

Beste Jahreszeit: Juli August September

Kartenmaterial:
Alpenvereinskarte 31/3 Brennerberge, 1:50.0000
BEV ÖK 147 Axams, 1:50.000
Kompass WK 83 Stubaier Alpen, 1:50.000, ISBN: 3-85491-092-4
Freytag & Berndt WK 241 Stubai, 1:50.000, ISBN: 3-85084-753-5

Führerliteratur für diese Region:
NEU: Sicher Klettersteiggehen
Extreme Klettersteige in den Ostalpen
NEU: Klettersteigführer Dolomiten - Südtirol - Gardasee
NEU: Klettersteigführer Österreich

Bemerkungen:
Große Steinschlaggefahr im Klemmblock-Kamin. Abstieg durch unangenehm brüchiges Gelände. Im Frühsommer besteht die Gefahr von Altschneefeldern, welche vom Zustieg aus nicht zu sehen sind. Bei Regen ist der Klettersteig nicht anzuraten (erdige und grasige Wandstellen in den Gehpassagen beim Abstieg).

Infostand:
22.09.2006

Legende
Schwierigkeit
Ausrichtung
Absicherung
Schönheit
Zustieg
Abstieg
Routenlänge
Kindereignung
Seillänge
Klemmkeile
Friends
Expresschlingen
Höhe Einstieg
Talort
 Snowboardeignung
 Aufstieg
 Beste Jahreszeit
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